Manche kennen imagine lediglich als jährlich stattfindendes Festival für Vielfalt und gegen Diskriminierung in Basel. Aber auch unter dem Projektjahr organisieren Jugendliche thematische Veranstaltungen, um eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung zu einem annuellen Thema zu ermöglichen. Für diese Auseinandersetzung, unter dem Jahr wie auch am Festival ist die Gruppe der Sensibilisierung verantwortlich. Dabei geht immer ein interner Sensibilisierungsprozess voraus, bei dem unser Team sich vertieft mit der jährlichen Thematik beschäftig. Die daraus resultierenden Ergebnisse tragen wir mit öffentlichen Veranstaltungen nach aussen.
2021 bewegte sich das imagine-Jahr im breiten Raum der “Grenzen”
2022 stand vor allem das zwanzigjährige Jubiläum im Vordergrund, mit der Jahresthematik “Zoom in-Zoom out”
2023 widmeten wir uns dem Thema „Kopfschubladen”, wobei wir uns mit Stereotypen befassten und anstrebten diese aufzudecken!
2024 beschäftigten wir uns mit der vielseitigen Thematik „Sicherheit“ mit besonderem Fokus auf öffentliche Sicherheit, Meinungsfreiheit und psychische Gesundheit.
2025 stellten wir das Thema „unsichtbare Gewalt“ und Allyship in den Mittelpunkt.
2026 liegt der Fokus auf Räumen und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Sozialen Zusammenhalt
Wir wünschen uns Räume und Orte für echte Begegnung und Gemeinschaft. Räume für Austausch, ehrliche Gespräche, einander Zuhören und Verständnis.
Räume, in denen nichts konsumiert oder geleistet werden muss. Räume in denen wir einfach sein können – ohne Druck, ohne Erwartungen, ohne Bewertung.
Räume in denen unterschiedliche Lebensrealitäten Platz haben, die möglichst vielen offen stehen. Dafür müssen wir unsere Unterschiede anerkennen und ernst nehmen. Unterschiede in den verfügbaren Ressourcen, wie Zeit und Geld die wir haben, Unterschiede in den Möglichkeiten, die uns offenstehen und den Lebensrealitäten, die wir erleben.
Nicht alle Menschen haben den gleichen Zugang zu Räumen und machen unterschiedliche Erfahrungen in ihrem Alltag, nicht alle fühlen sich überall gleich willkommen oder sicher.
Wir möchten Menschen zusammenbringen, die verschiedene Perspektiven und Erfahrungen mitbringen. Im Austausch können wir voneinander lernen, gemeinsam weiterdenken uns voneinander gesehen fühlen.
Wir wünschen uns Räume, wo wir voneinander lernen können, wo uns der Austausch mit anderen wachsen lässt. Räume, wo wir uns sicher fühlen dürfen, verstanden und gehalten von den Personen rund um uns herum. Der Austausch miteinander kann uns wachsen lassen und uns neue Perspektiven öffnen.
Gemeinschaft bedeutet für uns Dialog, Sensibilität, Verantwortung füreinander. Wir verstehen solche Orte der Begegnung auch als eine Form von Widerstand – leise, aber kraftvoll.
Unsere Jahresthematik ist kein fixes Konzept, sondern ein Prozess. Sie soll mitwachsen mit den Menschen, die sie mitgestalten. Im Mittelpunkt sollen Austausch, Reflexion und Veränderung stehen. Nicht nur an den Veranstaltungen selbst, sondern auch in der Art, wie wir zusammenarbeiten.